Die Scheinträchtigkeit ist eine hormonell bedingte Verhaltensweise von unkastrierten weiblichen Hunden, die ein paar Wochen nach einer Läufigkeit auftreten und mehrere Wochen anhalten kann. Manche Hündinnen zeigen keine weiteren Anzeichen einer Scheinträchtigkeit, sie sind nur etwas schlapper als normal. Andere zeigt typische Anzeichen einer Trächtigkeit: Die Milchdrüsen schwellen an, teilweise bis zur Milchproduktion. Die Hündinnen bauen manchmal Nester und bemuttern zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise Ersatzwelpen wie z.B. Kuscheltiere oder andere Gegenstände. Diese werden – meist auf den Schlafplatz – verschleppt und auch – manchmal sogar aggressiv – verteidigt. Manche Hündinnen werden lustlos und träge, der Appetit kann reduziert sein.

Ein Besuch beim Tierarzt ist nur in sehr schweren Fällen nötig. Im Normalfall reicht es meist, den Hund abzulenken. Räumen Sie die verschleppten Gegenstände weg und gehen Sie etwas häufiger mit Ihrer Hündin spazieren. Versuchen Sie – nötigenfalls durch Überziehen eines T-Shirts – die Hündin vom lecken am Gesäuge abzuhalten, da dies die Milchproduktion anregt.